„How“ - Fotographische Reanimation
10.2003, linz

Stipendium Risikokapital - Jürgen Haller
Ausgehend von einer Analyse früher Trickfilm- und auch Puppentheatertechniken wurde eine einfache Methode entwickelt, um aus Fotographien bewegte Bilder zu erstellen. Dabei werden Hintergrundbilder bzw. auch Schichten des Vordergrunds zu Vordergrundmotiven so verschoben, dass - gepaart mit äquivalenten Bewegungen der „Akteure“ - die Illusion von Bewegung entsteht. Dabei liegt das Hauptprinzip in der koordinierten Verschiebung zwischen Objektvordergrund und -hintergrund. Die Objekte werden dabei ihrer Bewegung und ihrem Hintergrund getreu lediglich perspektivisch skaliert und rotiert. Einzelne bereits erstellte Sequenzen zeigen, dass diese Technik zu einer sehr eigenwilligen, fast gespenstischen Bildästhetik führt.
Konkret werden dazu Fotographien der 30er Jahre aus New York zu Trickfilmsequenzen verarbeitet und zu einer Reise in die Vergangenheit arrangiert. Verpackt wird das ganze in einen einfachen dramatischen Rahmen, indem ein Protagonist auf seinen Streifzügen durch die Stadt begleitet wird.
Die eigentliche Motivation zu diesem Film besteht einerseits aus architektonischem Interesse und andererseits am zusätzlichen Eindringen in die dargestellten Räume. Die Programmatiken dieser Animation sind weitgehend eine Architektur - und Technikgeschichte.